Zollabfertigungsdokumente

 

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Der Lieferant sowie seine Agenten, Mitarbeiter und Vertreter („Lieferant“) müssen Zolldokumente (auch „Proformarechnung“ oder „Zollfaktura“ genannt) vorlegen, um die Zollabfertigung zu erleichtern („Zolldokumente des Lieferanten“). Falls Seagate der eingetragene Importeur ist, muss der Lieferant Seagate oder dem festgelegten Spediteur oder Makler von Seagate alle Informationen mindestens 72 Stunden, bevor die Ware auf den Exportladungsträger geladen wird, direkt zur Verfügung stellen. Die Zolldokumente des Lieferanten müssen in englischer Sprache vorliegen und die folgenden Informationen enthalten:

1. Versandinformationen

  • Versanddatum
  • Rechnungsnummer und Versandnummer
  • Bestellnummer von Seagate
  • Name, Adresse und Registriernummer des Herstellers
  • Name und Adresse des Verkäufers
  • Name, Adresse und Federal Employer Identification Number (FEIN) des Warenempfängers
  • Name und Adresse des Rechnungsempfängers
  • Ort der Containerstauung
  • Name und Adresse des Verfrachters:
  • Alle Holzverpackungen müssen auf der Rechnung deutlich gekennzeichnet sein und mit dem ISPM15 (Internationaler Standard für pflanzengesundheitliche Maßnahmen Nr. 15) übereinstimmen.
  • Name, Kontaktdaten und Unterschrift der zuständigen Person – Hierbei muss es sich um einen verantwortlichen Mitarbeiter des Exporteurs handeln, der Kenntnis über diese Transaktion besitzt oder erlangen kann.
  • Incoterm gemäß „Incoterm-Codes 2000“ und angegebener Ort
  • Bruttoversandgewicht
  • Herkunftsland der Sendung nach Artikel und Menge

2. Produktinformationen

  • Beschreibung des Produkts, Qualitätsstufe sowie Kennzeichnungen, Zahlen und Symbole, unter denen das Produkt verkauft wird (sofern verfügbar) – Verwenden Sie als Produktbeschreibung einen allgemeinen Begriff, unter dem jeder Artikel bekannt ist. Ist das Produkt „GEBRAUCHT“, geben Sie dies in der Beschreibung an.
  • Produktmengen einschließlich der Anzahl des Produkts pro einzelner Verpackung bzw. Karton, die Anzahl der Verpackungen bzw. Kartons, die Anzahl pro Palette, die Anzahl der Paletten und das jeweilige Gewicht – Die Informationen müssen ausreichend deutlich angegeben werden, um eine Identifizierung und Abgleichung des Produkts in der Sendung mit den Artikeln auf der Versandrechnung zu ermöglichen.
  • Teilenummern von Seagate
  • Beschreibungen von Seagate entsprechend den Angaben auf der Bestellung
  • Maßeinheit
  • Herkunftsland und -ort des Produkts nach Artikel und Menge
  • ID-Nummer der FCC, sofern vorhanden
  • FDA-Zugangsnummer, sofern vorhanden; falls die Rechnung mehrere Seiten umfasst, muss jede Seite nummeriert werden, bevorzugt in folgendem Format: X von Y Seiten
  • metrisches Nettogewicht des Produkts
  • Identifizierungscode des Herstellers/MID-Nummer (für in die USA versandte Textilprodukte) (sofern vorhanden)
  • unabhängiger Produktbewertungsbericht über gebrauchte Geräte (sofern vorhanden)
  • Informationen zur Produktklassifizierung einschließlich:
    • Harmonized-Tariff-Schedule-Nummer der USA (maximal 6-stellig)
    • Export Control Classification Number („ECCN“) der USA oder entsprechende Nummer
  • Commodity-Classification-Automated-Tracking-System-Nummer der USA („CCATS“-Nummer, sofern vorhanden)
  • Lizenznummer der USA für Ausfuhr und Wiederausfuhr sowie Ablaufdatum oder entsprechende Angabe (sofern vorhanden)
  • Lizenzausnahmebezeichnung der USA oder entsprechende Angabe (sofern vorhanden)

3. Preisinformationen

  • Einheitskaufpreis und Art der Währung (falls die Ware nicht gekauft wurde, der Wert oder der übliche Preis im Exportland)
  • alle für das Produkt anfallenden Gebühren, aufgelistet nach Name und Betrag, einschließlich Fracht, Versicherung, Provision, Kisten, Container, Abdeckungen sowie Kosten für Verpackung, Reparatur und Justierung
  • Gesamteinkaufspreis und Zahlungsbedingungen – Die Zollbestimmungen verlangen, dass jede Versandrechnung exakt den von Seagate zu zahlenden Preis enthält. Die Versandrechnungen werden verwendet, um den Wert des importierten Produkts bei der Zollabfertigung anzugeben. Bei Softwarekäufen muss der vollständige Kaufpreis der Software angegeben werden, unabhängig von der Lieferart, z. B. CD-ROM oder Download. Dementsprechend ist hier hundertprozentige Genauigkeit gefragt. Preiserhöhungen nach dem Versand können zu Ungenauigkeiten bei Zollerklärungen führen. Aus diesem Grund dürfen Preiserhöhungen nicht auf bereits versandte Produkte oder an einem JIT- oder SMI-Standort angewendet werden.
  • Alle „kostenlosen“ Artikel müssen zu Verzollungszwecken einen Handelswert besitzen.
  • Der angemessene Marktwert von Waren oder Dienstleistungen, die zur Herstellung des Produkts „kostenlos“ an den Lieferanten gesendet werden (z. B. Hilfen wie Stanz- und Formarbeiten, Werkzeuge oder Konstruktionsarbeiten) müssen in die Zolldokumente des Lieferanten aufgenommen werden.

4. Holzverpackungsvorgaben

Seagate verlangt von allen Lieferanten die strikte Einhaltung der „Guidelines for Regulating Wood Packaging Material (WPM) in International Trade“ gemäß dem ISPM15 des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens (IPPC). ISPM15 sieht vor, dass im internationalen Handel eingesetzte Holzverpackungsmaterialien entweder durch Wärme oder durch Fumigation behandelt werden, um eventuell vorhandene schädliche Insekten zu töten. Holzverpackungen beinhalten Holz oder Holzprodukte (mit Ausnahme von Papierprodukten), die zur Stützung, zum Schutz oder zur Beförderung einer Ware verwendet werden (inklusive Staumaterial) [ISPM-Veröff. nr. 15, 2002]. Alle behandelten Holzverpackungsmaterialien müssen mit dem IPPC-Logo, dem aus zwei Buchstaben bestehenden Code der Internationalen Organisation für Normung (ISO) für das Land, das das Holzverpackungsmaterial behandelt hat, der von der nationalen Pflanzenschutzorganisation zugewiesenen Nummer der Behandlungseinrichtung und entweder der Abkürzung HT (Wärmebehandlung) oder MB (Brommethan) gekennzeichnet sein.

Das Holzverpackungsmaterial muss an einer unsichtbaren Stelle auf jedem Artikel, bevorzugt auf den letzten beiden Seiten des Artikels, mit einer lesbaren und permanenten Markierung gekennzeichnet sein, die zeigt, dass der Artikel die neuen Anforderungen erfüllt. Behandeltes Holzverpackungsmaterial kann nur im Gültigkeitszeitraum der Behandlung verwendet werden. Alle nach China beförderten Container müssen vor dem Export fumigiert werden.

5. Sicherheitsprogramme für globale Versorgungsketten

Der Lieferant muss alle zum aktuellen Zeitpunkt geltenden Gesetze in jedem Land einhalten, in das er Lieferungen sendet.

Zusätzlich zu den oben genannten Zolldokumenten des Lieferanten versichert der Lieferant Seagate gegenüber, dass er seine Lieferkettenprozesse überprüft und angemessene Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Frachtdiebstahl und -missbrauch umgesetzt hat, einschließlich, sofern notwendig, einer Selbstkontrolle seiner Transitleitungen und der Spediteure, die das Produkt in die USA befördern.

Falls der Lieferant zur Teilnahme am US-Programm Customs-Trade Partnership Against Terrorism („C–TPAT“) berechtigt ist, kann Seagate die Teilnahme vom Lieferanten verlangen und der Lieferant hält Seagate im Abstand von 90 Tagen schriftlich über den Status seiner C–TPAT-Anmeldung auf dem Laufenden. Nachdem der Lieferant im Programm angenommen wurde, legt er Seagate eine Kopie seiner Absichtserklärung mit der Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA sowie eine Kopie seines Zertifikats über die Einhaltung der C–TPAT-Bestimmungen vor.

Seagate kann vom Lieferanten verlangen, sich für ähnliche Programme in anderen Gerichtsbarkeiten zu bewerben und daran teilzunehmen, wenn der Lieferant dazu berechtigt wird, zum Beispiel als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO) und im von der Europäischen Union vorgeschlagenen neuen, computerisierten Transitsystem („NCTS“).