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Seagate Point of View Der nächste Schritt für das Computing: die Speicherstruktur

Mit der Entwicklung des Cloud Computing geht das Versprechen einher, dass Ihre Daten jederzeit verfügbar sind.

Haben Sie Angst, Ihre Geldbörse zu verlieren? Oder den Inhalt Ihrer Geldbörse?

Wenn man die Frage so stellt, dann ist die Antwort ziemlich offensichtlich. Sie machen sich Gedanken über den Verlust Ihres Führerscheins und Ihrer Kreditkarten und insbesondere auch über den Verlust der auf diesen Plastikkarten gespeicherten Informationen. Geldbörsen und Kreditkarten sind praktisch lediglich die Träger wertvoller Daten.

Diese Träger erweisen sich außerdem als praktisch, wenn Sie sich in der Warteschlange an der Kasse von Target befinden.

Diese zwei Punkte sind ein wichtiges Element bei der Entwicklung sogenannter Speicherstrukturen. Eine Speicherstruktur umfasst sowohl die Möglichkeit, jederzeit von fast überall aus auf gespeicherte Daten zugreifen zu können, als auch die gesamte Hardware, die Software und die Dienste, die zur Bereitstellung und Verwaltung dieser Daten erforderlich sind. Das Ganze ist in etwa mit dem Stromnetz zu vergleichen. Sehr wahrscheinlich haben Sie keinen Dieselgenerator gekauft, um Ihr Zuhause mit Strom zu versorgen. Stattdessen haben Sie einfach eine Verbindung mit dem öffentlichen Stromnetz hergestellt.

In der idealen Speicherstruktur speichern Verbraucher und Unternehmen häufig benötigte Informationen auf Ihren Smartphones und Notebooks, um schnell darauf zugreifen zu können und leistungsfähiger zu werden. Währenddessen sorgen Dienste wie Amazon Cloud Services, Dropbox oder das von uns angebotene eVault dafür, dass Ihr persönlicher Verlauf archiviert wird, Redundanzen und unnötige Informationen herausgefiltert und neue Informationen gesammelt werden, die Sie unter Umständen interessieren könnten.

Das Beantragen von Hypotheken, die Weitergabe von Krankheitsdaten oder die Bestätigung der Informationen zu Ihrer schulischen Ausbildung und Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang – und die entsprechenden Daten derer, mit denen Sie zu tun haben – ist über sichere Verbindungen und Berechtigungen kein Problem mehr. Informationsvermittlungsdienste wie die von Reputation.com gestatten es Ihnen, Informationen selektiv an Vermarkter weiterzugeben.

Ihre privaten Geräte und die Cloud würden zusammen mit der Speicherstruktur kontinuierlich Ihre Gewohnheiten studieren und im Hintergrund dafür sorgen, dass Ihre Informationen stets auf dem neuesten Stand sind. Sollte Ihnen Ihr Telefon einmal in einen Gully fallen, können Sie einfach auf ein neues umsteigen. Ihre gesamten Daten stehen Ihnen auch weiterhin zur Verfügung. Wenn die Cloud ausfällt oder es zu einer Sicherheitsverletzung kommt, werden Sie nicht abgemeldet.

Apple und Unternehmen wie die oben aufgeführten haben bereits erste Gehversuche mit Diensten wie einer automatischen Synchronisierung begonnen, doch von ihrer tatsächlichen Umsetzung sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Einige dieser Dienste sind nur für Hardwarekunden gedacht. Für die Freigabe von Daten sind eventuell mehrere Schritte erforderlich. Unternehmen werden in der Zukunft lokale Speicherinseln rund um die Städte installieren, um ein reibungsloseres und schnelleres Streaming zu ermöglichen. Sie werden eine Software benötigen, mit der Sie in der stetig wachsenden Datenmenge navigieren und Informationen priorisieren und bearbeiten können.

Man vergisst leicht, dass die „Superstruktur“ (Hardware, Software und Dienste) einen entscheidenden Faktor der Gleichung darstellt, um sämtliche Abläufe einfacher zu gestalten. Google hat seinen Dokumentendienst GDrive aus gutem Grund umbenannt.

Daten werden immer mobiler

Eine Bewegung in Richtung einer Speicherstruktur wie dieser ist der nächste logische Schritt in der Geschichte der Datenspeicherung. In den ersten 5.000 Jahren der Zivilisation war die Datenspeicherung weitgehend an physikalische Medien gebunden: Schreiber notierten die Anweisungen des Königs auf Schrifttafeln und Lehrer griffen für die Hausaufgaben für ihre Schüler auf Kopierer zurück.

Das Aufkommen der Digital- und Magnetspeichertechnik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts markierte einen Wendepunkt, da sie erheblich zur Verringerung der zur Datenspeicherung nötigen physikalischen Datenträger und des Arbeitsaufwands beigetragen hat. Dokumente und Datenblätter konnten fortan spontan bearbeitet werden. Ebenso wichtig war, dass die Archivierung und Verwaltung von Daten enorm vereinfacht wurde. Für die Archivierung zuständige Mitarbeiter, die ehemals einen Großteil der Belegschaft ausmachten, waren plötzlich so häufig anzutreffen wie Schmiede. Dennoch war von den meisten Dokumenten weiterhin nur eine begrenzte Anzahl an Kopien vorhanden. Daten konnten also noch leicht verloren gehen.

Mit dem Aufkommen des Internets konnte der nächste Schritt gemacht werden, da zur Speicherung der Daten plötzlich nicht mehr unbedingt auf physikalische Medien zurückgegriffen werden musste. Hotmail, dem einstmaligen „König“ der E-Mail-Dienste, der von Microsoft kürzlich zu Outlook.com umgewandelt wurde, ist es vermutlich zu einem gewissen Teil zu verdanken, dass die Kunden von den Vorteilen des Fernzugriffs überzeugt werden konnten. Als Hotmail 1996 gegründet wurde, war das Versenden von E-Mails noch etwas Besonderes. Man lud sich eine Software auf den Computer herunter, um E-Mails empfangen zu können, und alle Nachrichten wurden auf dem Laptop bzw. dem Desktop-PC gespeichert. Dank Hotmail konnten die Benutzer plötzlich überall problemlos Nachrichten empfangen, nicht nur auf einem bestimmten PC. Die Festplatten und Computer, auf denen die Nachrichten gespeichert wurden, waren nicht länger Eigentum der Verbraucher. Die Informationen gehörten Ihnen zwar, nicht jedoch die sie umgebende „Superstruktur“.

Flickr, YouTube und Facebook ließen dann nicht mehr lange auf sich warten. Aus Sicht eines Benutzers könnte man eine unbegrenzte Anzahl an Kopien anfertigen und unbegrenzten Zugriff auf alle möglichen Daten erhalten.

Diese Entwicklung bringt jedoch auch viele neue Herausforderungen mit sich. Die Benutzer sind nicht länger für die Funktionstüchtigkeit und die Wartung der Systeme zuständig, in denen ihre Daten gespeichert sind. Stattdessen erwarten Sie von Unternehmen wie Amazon, Facebook und Google, dass sie diese Arbeit für sie übernehmen. Doch obwohl diese Unternehmen moderne Rechenzentren und Backup-Systeme eingerichtet haben, die mit einem unglaublich hohen Grad an Zuverlässigkeit arbeiten, macht sich die Realität gelegentlich schmerzhaft bemerkbar. Wenn es hier zu einem Systemausfall kommt, dann beschweren sich statt einer Person plötzlich Unmengen verärgerter und ungeduldiger Verbraucher über verloren gegangene Dateien. Auch die Anforderungen an die Sicherheit nehmen zu, da immer mehr vertrauliche Informationen statt auf Papier nunmehr in Dateiform vorliegen.

Der Fernzugriff kann auch einen riesigen Anstieg bei den Datenpaketen mit sich bringen. Um die Netzwerke am Laufen zu halten, müssen die Dienstleister Caching-, Wiederherstellungs- und Deduplikationsstrategien entwickeln, um den Datenverkehr und die Übertragungsstrecke für einzelne Bits zu minimieren.

Selbstverständlich bringt auch die Verwaltung des enormen und nie enden wollenden Anstiegs an strukturierten und unstrukturierten Daten ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich. Welche Daten sollen wo gespeichert werden? Wann möchte der Verbraucher auf diese Daten zugreifen und wie? Unternehmen wie das unsere, aber auch viele andere stellen sich dieser Herausforderung und greifen hierfür auf das Konzept der Speicherstruktur zurück. Die Verbraucher müssen sich keine Gedanken mehr über die Backend-Systeme und die komplizierten Algorithmen machen, mit deren Hilfe ihre Daten verwaltet werden. Sie müssen sich dann lediglich unabhängig vom verwendeten Gerät um eine einheitliche Anzeige ihrer digitalen Welt kümmern.

Diese harte Arbeit wird sich jedoch bezahlt machen. Das Ergebnis wird genau das sein, was sich die Leute unter der „Cloud“ vorstellen. Und das werden nicht die Millionen von Maschinen sein, die anonym im Hintergrund arbeiten. Es werden stattdessen lediglich die Daten sein, die sehr viel wertvoller sind, als jedes einzelne Gerät.

Über eine Speicherstruktur werden Sie sich keine Gedanken machen müssen.

Sie wird ganz einfach da sein.

– von Albert „Rocky“ Pimentel, EVP & CMO, Seagate

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