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Tech. Erkenntnisse Management von Rechenzentren: Trends und Herausforderungen

Seagate befragte Manager von Rechenzentren in den USA und in China, um die wesentlichsten Probleme zu untersuchen, vor denen Entscheidungsträger in diesem Bereich stehen.

Management von Rechenzentren in den USA und in China: Trends und Herausforderungen

Entscheidungsträger im geschäftlichen und technischen Bereich konzentrieren sich bei der Investition in neue Lösungen häufig auf Faktoren wie Leistung und Systemlaufzeit. Mit der Zunahme der gesammelten Daten müssen Unternehmen jedoch mehr Gewicht auf eine größere Anzahl an Faktoren legen als in den vergangenen Jahren. Seagate befragte Manager von Rechenzentren in den USA und in China, um die wesentlichsten Probleme zu untersuchen, vor denen Entscheidungsträger in diesem Bereich stehen.

Die Seagate-Studie "Data Center Manager" berücksichtigte 651 Teilnehmer, die auf der Grundlage mehrerer Qualifikationskriterien befragt wurden. Die befragten Personen mussten für IT-Management verantwortlich sein und im Rechenzentrum ihres Unternehmens (mit mindestens 50 Servern oder 100 Terabyte Speicher) arbeiten. Zudem mussten sie eine gewisse Verantwortung über Speichergeräte tragen. Nachfolgend sehen Sie die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Budgets werden voraussichtlich steigen, aber nicht so schnell wie die Kapazitätsnachfrage.
  • Sicherheit hat für beide Regionen höchste Priorität und stellt eine große Herausforderung dar.
  • Kauf und Austausch von Festplatten sind die häufigsten Strategien zur Berücksichtigung von Datenwachstum.
  • Zeitraubende Aktivitäten zum Festplattenmanagement stellen das größte Speicher-bezogene Problem dar.

Dieser Bericht untersucht die wichtigsten Probleme, vor denen Manager von Rechenzentren stehen, sowie die Beziehung zwischen Speicher und den üblichen Herausforderungen beim Betrieb einer Anlage. Zunächst ist es jedoch bedeutsam, das Wachstum von Rechenzentren und die Budget-Trends im Allgemeinen zu verstehen.

Trends in Rechenzentren und bei Datenwachstum

Während viele Unternehmen ihre IT-Abteilungen größeren Anforderungen aussetzen, um Innovationen zu beflügeln und neue Effizienz zu generieren, ist es sinnvoll, zunächst das Problem der Budgets für die Einrichtungen zu betrachten. Die gute Nachricht ist, dass die Budgets von Rechenzentren im Laufe des nächsten Jahres voraussichtlich steigen werden. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass der Bedarf an Speicherkapazität voraussichtlich doppelt so schnell wachsen wird. Nachstehende Gliederung zeigt, wie die Teilnehmer das steigende Datenwachstum bewältigen wollen.[siehe das Diagramm „Datenwachstumsstrategien“, unten]

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Die am häufigsten erwähnten Strategien betrafen Neuinvestitionen. Die Rechenzentrumsbetreiber in beiden Regionen planten mehrheitlich, neue Hardware zu erwerben, während der Austausch oder die Aufrüstung von bestehenden Lösungen die zweithäufigste Antwort darstellten. Jedoch planten weniger Teilnehmer (30 %), neue Mitarbeiter zur Verwaltung dieser Geräte einzustellen, in der Annahme, dass sie die Hardware und Software zur Linderung der Managementbelastung nutzen könnten. Das zeigt sich auch in den häufigsten Problemen mit Speicher, die sich auf Festplattenmanagement konzentrieren.

Teilnehmer in China neigten zwar eher zu Neuinvestitionen, was jedoch teilweise an den Unterschieden im Budgetwachstum lag. Während die Steigerung für beide Regionen ähnlich war, erwarteten mehr Teilnehmer in China (75 %) höhere Budgets als in den USA (54 %). Diese Lücke kann auch dazu beitragen, die Hauptunterschiede der Probleme in Rechenzentren in den beiden Regionen zu erklären.

Betreiber von Rechenzentren: Wichtige Probleme und höchste Prioritäten

Die Verwaltung des modernen Rechenzentrums stellt eine Vielzahl an Herausforderungen dar, und Manager fühlen die Belastung durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren. In diesem Bereich gab es zwar regionale Unterschiede, jedoch herrschte ein Faktor in beiden Ländern vor. Auf die Frage nach den drei größten Herausforderungen im Jahr 2013 für ihre Rechenzentren rangierte Sicherheit bei 31 % aller Teilnehmer der Umfrage an erster Stelle. {siehe das Diagramm „Herausforderungen (Top 10)“ unten}

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Interessanterweise wurde Datensicherheit hinter Systemleistung und Personalproblemen für Teilnehmer aus den USA als Top-Herausforderung eingeordnet, aber diese Gruppe stufte die Verbesserung der Sicherheit als höchste Priorität ein.

Hardwaremanagement stellte eine weitere Spitzenherausforderung für Unternehmen dar, aber einige der Gründe für diese Schwierigkeit unterschieden sich je nach Region. Beispielsweise neigten US-amerikanische Teilnehmer eher dazu, Personalprobleme als Top-Herausforderung zu erwähnen, während Betreiber von Rechenzentren in China Frustration mit der Komplexität der Infrastruktur anführten. Der Unterschied lässt sich wahrscheinlich der geringeren Häufigkeit von Budgetwachstum bei den Erstgenannten zuschreiben. Jedoch deuten beide Probleme auf einen erhöhten Bedarf an einer Optimierung der Managementaktivitäten hin. Eine begrenzte Anzahl an Mitarbeitern beeinflusst letztendlich die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und zu verhindern, während das Problem der Komplexität es selbst für eine große Mitarbeiterzahl erschweren kann, effizient zu arbeiten.

Zusätzlich zu den Herausforderungen befragte Seagate die Teilnehmer zu den drei höchsten Prioritäten ihres Rechenzentrums für 2013. Es gab einige Überlagerungen im Bereich der Sicherheit, was die höchste Anzahl an Antworten darstellte. Jedoch ergab diese Frage neue Probleme und zeigte einige bedeutende regionale Unterschiede. Beispielsweise legten die Betreiber von Rechenzentren in den USA größeres Gewicht auf die Kostensenkung (28 %) im Vergleich zu jenen in China (19 %).

Die übrigen Spitzenprioritäten für Rechenzentren in China bestanden aus größerer Beweglichkeit und Konsolidierung der Operationen. Das kann die Frustration mit der Komplexität der Infrastruktur reflektieren, da es schwieriger werden kann, neue Technologien zu inkorporieren, wenn das IT-Ökosystem aus so vielen beweglichen Teilen besteht. Ebenso legt die Konzentration auf operative Konsolidierung nahe, dass mehr Gewicht auf verbesserte Effizienz gelegt wird, um das wachsende Datenvolumen zu bewältigen.

Es ist auch zu bemerken, dass diese Probleme nicht vollständig unabhängig voneinander sind. Die US-amerikanischen Teilnehmer befassten sich zwar eher mit beschränkten Budgets, aber die Aktivitäten zur Konsolidierung des Rechenzentrums führen wahrscheinlich zu Kostenvorteilen, sei es durch geringere Hardwarekosten oder weniger Personalstunden für die Verwaltung von Geräten. In anderen Worten: Die Motivation dafür kann sich unterscheiden, aber die Berücksichtigung der Kernprobleme des Betriebs von Rechenzentren erzielt wahrscheinlich vergleichbare Ergebnisse.

Datensicherheit: Detaillierte Betrachtung

Die Bedeutung des Schutzes der in Rechenzentren gespeicherten Informationen stieg mit den Nachrichten über schwerwiegende Datenschutzverletzungen. In Anbetracht dessen, dass es sich hierbei um eine hohe Priorität für beide Regionen handelt, kann es hilfreich sein, dieses Problem genauer zu betrachten.

Sicherheit kletterte aus drei Hauptgründen immer höher auf den Agendas von Führungskräften: mobile Sicherheit, wichtige Daten und ausgefeilte, gezielte Angriffe.

Zwar stellen nicht alle diese Punkte Speicherprobleme dar, aber die Erwähnung wichtiger Daten zeigt, dass größeres Volumen und Komplexität dazu beitragen, die Sicherheit in Rechenzentren zu einer größeren Belastung zu wandeln. Zudem wird es durch das Auftreten gezielter Angriffe wichtiger, Daten bei der Übertragung, bei der Speicherung auf aktiven Festplatten und nach der Außerbetriebnahme von Geräten zu schützen.

InformationWeek's 2013 Strategic Security Study (Strategische Sicherheitsstudie 2013) offenbarte eine weitere Komplexitätsebene des Problems. Zwar schenkt die IT-Branche externen Angriffen große Beachtung, jedoch sind Unternehmen vergleichsweise besorgt über bösartige Insider. Auf die Frage nach ihren größten Sicherheitsrisiken gaben 53 % der Teilnehmer Cyber-Kriminelle und 51 % autorisierte Benutzer an.

Die „2013 IT Security Tracking Study“ des Ponemon Institute ergab, dass sich erfahrene IT-Fachleute der Dringlichkeit von umfassender Sicherheit bewusst sind {siehe das folgende Diagramm, „Wichtige Techniken zur Bekämpfung von Sicherheitsrisiken“}. Die Verschlüsselung ruhender Daten wurde als drittwichtigste Technik zur Risikobegrenzung bewertet, nach Security Intelligence und Systemen zur Zugriffskontrolle. Da über 50 % der Teilnehmer mehrere Lösungen als wichtig eingestuft haben, ist davon auszugehen, dass Unternehmen erkannt haben, wie nötig eine vielseitige Strategie zur Lösung dieses Problems ist.

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Ein potenzielles Problem, das aus der Nutzung zahlreicher Lösungen entstehen kann, ist die Schwierigkeit, diese zu verwalten. Beispielsweise kann die Verschlüsselung ruhender Daten lästig und zeitraubend sein, insbesondere wenn im Unternehmen keine Information Governance-Strategie implementiert ist.

Das Problem von Speicher

Rapides Datenwachstum und steigender Bedarf an Kapazität setzen den Speicher in das Zentrum der Herausforderungen in vielen Rechenzentren. Da Unternehmen größere Datenmengen sammeln und generieren, können Einsichten in die den Speicher betreffenden Probleme zu bedeutenden Verbesserungen in der gesamten Verwaltung von Rechenzentren führen. [Siehe das Diagramm „Datenwachstumsstrategien“, weiter oben]

Die führende Strategie zur Berücksichtigung des Datenwachstums ist der Erwerb neuer Speicherlösungen, gaben 60 % der Teilnehmer an. Darauf folgt der Austausch von Hardware mit 55 %, die ein dynamisches Speicherökosystem in den meisten Rechenzentren vorschlagen, in denen Festplatten außer Betrieb genommen werden und neue Hardware erworben wird. Trotz der rapiden Änderungsrate in der durchschnittlichen Speicherumgebung planten weniger Befragte (30 %) eine Verstärkung des Personals.

Das bedeutet, dass die Betreiber von Rechenzentren weltweit wahrscheinlich der Devise „Mehr mit weniger Einsatz erreichen“ folgen, die in Unternehmen mit knappen Ressourcen zunehmend vorherrscht. Die anderen Probleme für Rechenzentren, z. B. die bestehenden Personalschwierigkeiten in den USA, bedeuten, dass Manager von der Anpassung der Speichermanagementpraktiken profitieren würden und Hersteller Lösungen implementieren müssten, die Aktivitäten des Festplattenmanagements optimieren. Eine vorwiegende Sorge hinsichtlich alternder Festplatten waren die höhere Wahrscheinlichkeit eines Hardwareausfalls und Leistungseinbußen. Jedoch führt eine zu frühe Außerbetriebnahme von Festplatten zu höheren Gesamtbetriebskosten. In diesem Fall kann es sich lohnen, mithilfe von Software zur Leistungsanalyse dafür zu sorgen, dass Festplatten optimal arbeiten, und durch vorausschauende Analyse potenzielle Ausfälle zu identifizieren, bevor sie den Betriebsablauf stören.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Wie die Umfrage zeigt, stehen Rechenzentren vor einer Reihe von Herausforderungen, die die Gesamtbetriebskosten und die Schwierigkeit des Hardwaremanagement beeinflussen können. Unternehmen werden voraussichtlich weiterhin immense Datenmengen generieren. Und die Bewältigung dieser Datenmengen verlangt eine umfassende Strategie, die strategische Einkäufe tätigt und gleichzeitig diese Investitionen maximiert.

Die Gesamtbetriebskosten müssen unbedingt aus der Prozess- und Technikperspektive betrachtet werden. Das Management von Speicherhardware stellt für Betreiber von Rechenzentren ein Kernproblem dar. Zudem würden Unternehmen davon profitieren, diese Aufgaben effizienter zu gestalten. In diesem Zusammenhang beziffert Payscale.com den mittleren Stundensatz für einen Rechenzentrumstechniker mit 26,11 US-$ und die Umfrage von Seagate offenbart die fünf zeitraubendsten Aktivitäten mit Speicherfestplatten:

  • Überwachung und Analyse von Geräten (2,09 Stunden)
  • Fehlerbehebung von Festplatten (1,46 Stunden)
  • Verbessern der Abläufe beim Festplattenmanagement (1,25 Stunden)
  • Untersuchen neuer Lösungen (1,24 Stunden)
  • Schulung von neuem Personal zu Verfahren (1,22 Stunden)

** Durchschnittlich aufgewendete Stunden pro Mitarbeiter für Festplattenmanagement (pro Woche)

Drei dieser Aktivitäten hängen direkt mit täglichen Managementaufgaben zusammen, d. h. dass Unternehmen durch verbesserte Effizienz der Betriebsabläufe eine sofortige Verringerung der Gesamtbetriebskosten erzielen würden. Beispielsweise würde eine Reduktion der Festplattenüberwachung und -analyse um 20 % allein monatlich 44 US-$ pro Mitarbeiter des Festplattenmanagements einsparen. Die Einsparungen wären noch höher, wenn sie auf andere wichtige Aktivitäten ausgedehnt würden. Ebenso würde die Verbesserung einiger Prozesse sich wahrscheinlich in größerem Umfang profitabel auswirken.

Die Hardware selbst kann ebenfalls eine Rolle dabei spielen, wie effizient Aufgaben erledigt werden können. Daher ist es wichtig, die Wirkung von IT-Investitionen zu prüfen. Hier dient Datensicherheit als gutes Beispiel. Technologie, die die Verschlüsselung von gespeicherten Daten erleichtert, würde den Prozess beschleunigen und das Risiko für eine kostspielige Sicherheitsverletzung senken. Lösungen wie Festplatten mit Selbstverschlüsselung (SED) sind besonders wertvoll in den hochdynamischen Umgebungen der Rechenzentren von heute. Festplatten, die das Rechenzentrum ohne Schutz verlassen, setzen Geschäftsdaten dem erheblichen Risiko eines Diebstahls aus - selbst wenn die Informationen gelöscht sind, besteht die Möglichkeit der Wiederherstellung. SED-Technik sorgt dafür, dass die gespeicherten Daten unlesbar sind, selbst wenn eine nicht autorisierte Person Zugang zur Hardware erlangt.

Das aktive Festplattenmanagement und die Außerbetriebnahme von Hardware sollten unbedingt unter mehreren Aspekten betrachtet werden. Während Verschlüsselung eine gängige Strategie ist, repräsentiert das Löschen eine häufige Aktivität bei den Betreibern von Rechenzentren. Seagate ermittelte, dass wöchentlich 3 % aller Festplatten im typischen Rechenzentrum gelöscht werden. Da die Motivation für das Löschen von einer Umwidmung der Festplatte bis zur sicheren Außerbetriebnahme alter Hardware reichen kann, würde eine erhöhte Effizienz in diesem Bereich die Gesamtbetriebskosten signifikant senken. Basierend auf den mittleren Gehältern könnten Unternehmen beispielsweise wöchentlich 31 US-$ pro Festplatte und Mitarbeiter durch Lösungen wie Seagate Instant Secure Erase einsparen.

Rechenzentrumssysteme wurden immer dynamischer, da sich neben den herkömmlichen Problemen neue Herausforderungen entwickelten. Seagate empfiehlt Rechenzentren, diese Herausforderungen unter dem Aspekt der IT-Prozesse und der Technik anzugehen, damit Lösungen als Teil einer geschlossenen Strategie das wachsende Datenvolumen und die größere Komplexität bewältigen können.

„Download von Infographic: The Complexity + Costs of Running a Cloud Data Center“

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