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Seagate
Installationsanweisungen für Serial-Attached-SCSI-Festplatten

SAS-Installation Festplatten mit Serial-Attached-SCSI- (SAS-) Schnittstelle sind für eine einfache Installation konzipiert. Für den einwandfreien Betrieb dieser Festplatten ist es nicht nötig, Jumper oder Terminatoren zu setzen bzw. andere Einstellungen vorzunehmen.
Bei SAS-Schnittstellen verfügt jede Festplatte über ein eigenes Kabel, das direkt mit einem SAS-Host-Adapter (auch als SAS-Controller bezeichnet) verbunden wird. Abhängig vom verwendeten SAS-Controller ist unter Umständen ein Kabel für mehrere Festplatten (oder „Port-Replikator“) erhältlich und hilfreich. Anders als bei (Parallel) SCSI muss keine ID eingestellt werden, da jede Festplatte mit einem eigenen Port verbunden wird und die IDs somit vom Controller zugewiesen werden.

Sie können SAS-Festplatten in ein und demselben System mit SCSI- oder Serial-ATA- (SATA-) Festplatten verwenden, solange beide Schnittstellen vom Mainboard oder durch einen Host Adapter unterstützt werden. Darüber hinaus können SATA-Festplatten an denselben Controller wie SAS-Festplatten angeschlossen werden, falls der Controller über die entsprechenden Ports hierfür verfügt. Das Anschließen von SAS-Festplatten an einen SATA-Controller ist jedoch nicht möglich.


BIOS-Konfiguration

Die meisten neuen Computer erkennen Geräte automatisch über das Systemeinstellungsprogramm (CMOS oder BIOS). Beim Systemstart zeigt die automatische Erkennungsfunktion die Modellnummer Ihrer Festplatte am Bildschirm. Modellnummern von Seagate beginnen mit den Buchstaben „ST“.

Hinweis: Das SAS BIOS einiger Festplatten weist eine Systemeinrichtung auf, die nicht im normalen Motherboard-BIOS enthalten ist. In diesem Fall wird die SAS-Festplatte nur in dieser SAS BIOS-Meldung angezeigt. Schlagen Sie in der Dokumentation des Motherboards oder des SAS-Controllers nach, wie Sie das SAS BIOS-Setup öffnen.

Wichtig: Spezieller Hinweis für Benutzer eines RAID-Host-Adapters. Viele SAS-RAID-Controller verlangen, dass eine Festplatte einem Array zugeordnet wird, bevor das Betriebssystem die Festplatte erkennen kann. Schlagen Sie in der Dokumentation des SAS-Controllers nach, wie Sie die Festplatte einem Array zuweisen.

Weitere Tipps
Überprüfen Sie, ob die SAS-Kanäle aktiviert sind. Die meisten Hilfsprogramme zum Einrichten des Motherboards ermöglichen dem Benutzer die Deaktivierung der SAS-Ports. Falls der Controller die Festplatte nicht finden kann, prüfen Sie, ob alle SAS-Ports aktiviert sind.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung/Schutz vor elektrostatischer Entladung

  • Plattenlaufwerke sind zerbrechlich. Lassen Sie die Festplatte nicht fallen und stoßen Sie nirgends an. Fassen Sie die Festplatte nur an den Rändern des Rahmens an.
  • Die Elektronik der Festplatte ist sehr anfällig gegenüber statischer Elektrizität. Bewahren Sie die Festplatte bis zur Installation in ihrer antistatischen Verpackung auf. Tragen Sie ein geerdetes Erdungsarmband. Entladen Sie alle Geräte in der näheren Umgebung und die Werkzeuge, die mit der Festplatte in Kontakt kommen. Verwenden Sie bei Platinen niemals ein Ohmmeter. 
  • Seien Sie vorsichtig bei der Problembehandlung von Einheiten, an denen eine Spannung anliegt.
  • Demontieren Sie die Festplatte nicht, da sonst die Garantie verloren geht.
  • Senden Sie die gesamte Festplatte an den Garantieservice, falls ein Bauteil defekt sein sollte.
  • Auf die Leiterplatte oder die Oberseite der Festplatte darf weder Druck ausgeübt noch dürfen Aufkleber darauf angebracht werden.
Installationsanweisungen
  1. Montieren Sie die Festplatte im Carrier oder Tray des Host-Systems.
    Die meisten SAS-Host-Systeme bieten die Möglichkeit, die Festplatte per Carrier oder Tray einzubauen. Dadurch kann die Festplatte per Hot-Plugging in das System integriert werden.
    Befestigen Sie die Festplatte mit vier 6-32 UNC Schrauben am Carrier bzw. Tray des Host-Systems. Ziehen Sie die Schrauben nicht zu stark oder mit Gewalt an. Die Ausrichtung der Festplatte ist nicht von Bedeutung.
    Hinweis: SAS-Festplatten werden normalerweise ohne E/A- oder Stromkabel angeschlossen. Sie können die Festplatten jedoch auch mit qualitativ hochwertigen Kabeln mit einer maximalen Kabellänge von vier Metern anschließen.
  2. Einbauen der Festplatte
    Schieben Sie den Carrier bzw. das Tray in den entsprechenden Einschub Ihres Host-Systems. Dadurch wird die Festplatte direkt mit dem SAS-Anschluss Ihres Systems verbunden. Der SAS-Anschluss befindet sich normalerweise auf einem SAS-Backpanel.

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    Hinweis: Die Festplatte hat keinerlei Jumper oder Terminatoren. Die Stromversorgung erfolgt über den SAS-Anschluss.
  3. Formatieren der Festplatte
    Die Festplatte ist ab Werk low-level-formatiert. Sie müssen für diese Festplatte keine weitere Low-Level-Formatierung durchführen, außer wenn Sie über den Controller bestimmte Diagnosen durchführen möchten. Falls Sie eine Low-Level-Formatierung durchführen, dürfen Sie den Vorgang nicht abbrechen, da die Festplatte sonst funktionsunfähig wird. Low-Level-Formatierungen können für ST3146854SS-Modelle bis zu 90 Minuten dauern, für ST373454SS-Modelle bis zu 60 Minuten oder für ST336754SS-Modelle bis zu 30 Minuten.
    Treffen Sie für die Formatierung Maßnahmen gegen Stromausfälle oder anderweitige Unterbrechungen der Stromversorgung.
    Sie können auch Seatools für DOS von Seagate verwenden, um einen „Zero-Fill“ durchzuführen. Allerdings kann es bei diesem Tool in einer RAID-Konfiguration gelegentlich zu Problemen mit Festplatten kommen.
    Vorsicht: Durch eine Formatierung der Festplatte werden alle Benutzerdaten gelöscht. Darüber sollten Sie sich vor der Formatierung einer Festplatte unbedingt im Klaren sein. Eine Festplatte, die zuvor zur Speicherung von Daten verwendet wurde, muss nicht formatiert werden, außer Sie möchten alle Benuterdaten löschen. Seagate übernimmt für eventuelle Datenverluste keine Verantwortung.

Betriebssysteme
Die Festplatte Cheetah kann mit verschiedenen Betriebssystemen verwendet werden. Schlagen Sie im Handbuch Ihres Systems oder SAS-Host-Adapters (Controller) nach, falls Sie Informationen zur Formatierung und Einrichtung der Festplatte für Ihr Betriebssystem benötigen.

Hot-Plugging der Festplatte
Diese Festplatte ist hotplug-fähig. Das heißt, dass Sie die Festplatte ein- und ausbauen können, ohne das Host-System herunterfahren zu müssen.

Einschaltoptionen der Festplatte
Die Scheiben der Festplatte werden vom Festplattenmotor basierend auf der Konfiguration des Host-Systems zur Steuerung der Anlaufsequenz in Rotation versetzt. Der Großteil der Systeme mit nur einigen wenigen Festplatten ermöglicht das sofortige Anlaufen aller Festplatten,
wenn sie mit Strom versorgt werden. Systeme mit einer größeren Anzahl von Festplatten können so konfiguriert werden, dass die Festplatten zu unterschiedlichen Zeiten anlaufen, um auf diese Weise eine Überlastung der Stromversorgung des Systems zu vermeiden.
Informationen zum Ändern der Anlaufsequenz für die Festplatte finden Sie in der Dokumentation Ihres SAS-Host-Adapters oder Host-Systems.

Fehlerbehebung

  • Problem:  Die Festplatte läuft nicht an.

    1. Bauen Sie die Festplatte aus und wieder ein. Vergewissern Sie sich, dass die Festplatte fest mit dem Anschluss am SAS-Backpanel des Hosts verbunden ist. 
    2. Überprüfen Sie am Host-Adapter die Optionen für das Anlaufen der Festplatte. 
    3. Testen Sie falls möglich einen anderen Einschub.
    4. Testen Sie falls möglich am selben Port oder Einschub eine zweite Festplatte.


  • Problem:  Der Computer erkennt die Festplatte offenbar nicht.

    1. Prüfen Sie, ob die Festplatte über das Hilfsprogramm des SAS-Host-Adapters aktiviert wurde.
    2. Wenn ja, wird die Festplatte vom Controller erkannt. Vergewissern Sie sich jetzt, dass die Treiber des SAS-Controllers korrekt geladen wurden. In der Dokumentation der Controller-Karte können Sie nachlesen, wie Sie überprüfen können, ob die Controller-Treiber korrekt geladen wurden.
      Wenn Sie auf der Festplatte ein Betriebssystem installieren möchten, müssen Sie zuerst mit der Installations-CD des Betriebssystems einen Boot-Vorgang durchführen und F6 drücken, wenn Sie dazu aufgefordert werden (die Aufforderung wird möglicherweise sehr plötzlich und nur für wenige Sekunden angezeigt).
      Installation von Windows 2000 oder XP: Nach der Installation werden andere Meldungen angezeigt und das System verhält sich, als ob nichts passiert. Schließlich jedoch wird ein Bildschirm angezeigt, in dem Sie die Treiber für den HBA oder Controller installieren können.
      Installation von Windows Vista: Klicken Sie einfach auf „Treiber laden“, sobald Sie die Möglichkeit dazu haben. Das Drücken der Taste F6 kann erforderlich sein oder auch nicht.


 

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