Michael Kulich

Customer Story

17 Juni, 2026

Data Creation

Was geschieht hinter den Kulissen des größten Konzerts aller Zeiten? Speicher.

Michael Kulich

Customer Story

Wirbelnder Hintergrund, der rotierende Festplatten darstellt, mit Logos von Seagate, Adobe, QNAP und Blink.

Großproduktionen bringen sowohl die Technologie als auch die Teams an ihre Grenzen, doch das Publikum sieht nur das polierte Endprodukt – und übersieht dabei oft die komplexen Arbeitsabläufe und Partnerschaften, die dahinterstecken. 

Zum Beispiel sahen wir in den Kinos einen Konzertfilm, der über mehrere Abende lief (ja, genau dieser Konzertfilm), der ein episches Werk von Superstar-Qualität bot. Doch Blink, Adobe®, QNAP und Seagate erkannten die Chance, eine große Herausforderung zu meistern: Wie lassen sich Aufnahmen von mehr als 100 Kameras in verschiedenen Formaten und Auflösungen zusammenführen und zu einem einzigen, durchgehenden Seherlebnis verschmelzen?

Wir haben die Details. Bist du … bereit dafür?

Proxy-Workflows: die Grundlage von allem 
Das Filmmaterial lag in einer Vielzahl von Formaten und Auflösungen vor, was auf eine Mischung aus 4K- und 8K-Aufnahmen von Drohnen, Kameras und anderen Geräten zurückzuführen ist. Diese schiere Menge und Vielfalt der Medien machte eine Bearbeitung in voller Auflösung unpraktisch. So wurden Proxy-Workflows schnell zum Rückgrat der gesamten Pipeline.

Durch die Erstellung von Versionen jedes Clips in niedrigerer Auflösung stellte das Team sicher, dass die Cutter effizient und ohne Ressourcenüberlastung arbeiten konnten. Herkömmliche Tools hatten mit einigen Formaten – insbesondere Drohnenaufnahmen – Schwierigkeiten, weshalb ein optimierter Proxy-Workflow implementiert wurde. Dank mehrerer parallel laufender 150-TB-RAID-Systeme wurde die Proxy-Generierung beschleunigt, sodass die redaktionelle Arbeit deutlich früher beginnen konnte.

Ohne Proxys wäre das Projekt schlichtweg nicht möglich gewesen.

Zentraler Speicher: auf Leistung ausgelegt 
Nachdem die Proxys erstellt waren, wurden sie in eine zentrale QNAP NAS-Umgebung mit Seagate IronWolf® Pro-Festplatten verschoben. Diese Konfiguration bot mehr als 400 TB Speicherkapazität und die erforderliche Bandbreite, um die gleichzeitige Arbeit mehrerer Redakteure zu ermöglichen. 

Bei der Konfiguration ging es aber nicht nur um die Kapazität. Es ging um Widerstandsfähigkeit und Leistung.

RAID 60 bot Schutz vor Festplattenausfällen, während hochdichte 24-Bay-Systeme die reibungslose Wiedergabe von Dutzenden von Videostreams gleichzeitig ermöglichten. Die Seagate IronWolf Pro-Festplatten lieferten die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit, die erforderlich waren, um den Arbeitsablauf auch unter ständiger Last aufrechtzuerhalten.

Adobe Premiere Pro: Zusammenarbeit in großem Umfang
Der Schnittbereich verlagerte sich zu Adobe Premiere Pro, wo sich die Komplexität von der Datenaufnahme zur Orchestrierung verlagerte. Das Team erstellte eine riesige Multikamerasequenz aus etwa 100 Kamerawinkeln und teilte sie dann in überschaubare Segmente auf. 

Adobe Productions war für den Prozess unerlässlich, da es sechs Editoren und mehreren Assistenten ermöglichte, gleichzeitig ohne Dateikonflikte oder Leistungseinbußen zu arbeiten. Durch die Trennung der Projekte bei gleichzeitigem gemeinsamen Zugriff auf die Medien vermied das Team die Fallstricke einer einzigen, riesigen Projektdatei.

Im Zuge der Bearbeitung wurden virtuelle Effekte (VFX) mithilfe von Adobe After Effects integriert. Anstatt sich auf dynamische Verknüpfungen im großen Stil zu verlassen, wählte das Team einen kontrollierteren Arbeitsablauf: Hochwertige Dateien wurden für VFX-Anbieter exportiert und anschließend mit intakten Alphakanälen wieder in Premiere integriert. 

Als es an die finale Farbkorrektur und das Mastering ging, zahlte sich die Proxy-Architektur von Premiere erneut aus. Die Medien in voller Auflösung wurden sofort wieder verknüpft, sodass das Team ohne Verzögerungen zur Fertigstellung übergehen konnte.

Planung für die Zukunft 
Nach der Auslieferung verlagerte sich der Fokus auf die Langzeitlagerung. Während Proxy-Dateien verworfen wurden, blieben Projektdateien und finale Ergebnisse auf Seagate Exos®-Festplatten erhalten. Diese Lösungen sind auf die praktische Anwendung zugeschnitten und spiegeln einen Wandel von veralteten Archivierungsmethoden hin zu einem effizienteren, modernen Datenmanagement wider.

Zusammenarbeit führt zum Erfolg 
Dieses Projekt verdeutlicht eine einfache Wahrheit: Kein einzelnes Werkzeug und kein einzelnes Team hätte diese Herausforderungen allein bewältigen können. Durch die Kombination von Adobes kollaborativer Bearbeitungsumgebung, QNAPs skalierbaren Speicherplattformen, Seagates Festplatten mit hoher Kapazität und Blinks Produktionskompetenz entwickelte das Team einen Workflow, der in der Lage ist, außergewöhnliche Komplexität zu bewältigen.

Für Content-Ersteller, Postproduktionsteams und Technologiepartner gleichermaßen ist die Lehre klar. Mit der richtigen Strategie und guter Zusammenarbeit lassen sich selbst anspruchsvollste Produktionen effizient und in großem Umfang realisieren.

Tauchen Sie tiefer in die Materie ein, wenn Moderator Paul Langston sich mit David Helmly und Andy Edwards von Adobe im The Data Movement Podcast unterhält.

Verwandte Themen:

Data Creation
Black-and-white headshot of Mike Kulich with a shaved head and short beard, wearing a dark button-down shirt, facing the camera.
Michael Kulich

Senior Produktmarketing-Manager, Seagate Speicherlösungen