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Was Storage as a Service in Multicloud-Umgebungen leistet

Unternehmen erzeugen heute mehr Daten als je zuvor. Die Weltbevölkerung hat 7,8 Milliarden Menschen überschritten und wächst weiter. Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause. Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), Edge-Computing, Edge-Rechenzentren und künstliche Intelligenz (KI) breiten sich zunehmend aus. Die Zahl der Enterprise- und Verbraucher-Endgeräte wächst. All diese Faktoren tragen zu einer Proliferation von Unternehmensdaten bei.

2025 werden weltweit jährlich 175 ZB Daten erzeugt werden. Allein bei den Unternehmensdaten wird ein jährlicher Zuwachs von 42,2 % erwartet, angetrieben durch Fortschritte bei autonomen Fahrzeugen, Smart Factorys und automatisierter Krankheitsdiagnostik.

Das Mining und Analysieren dieser Daten öffnet Tür und Tor für neue Innovationen, effizienteren Betrieb und neue Umsatzquellen. Lassen Unternehmen ihre erfassten Datenberge unangetastet, entgeht ihnen deren umsatzsteigerndes Potential. Tatsächlich werden über 68 % der in Unternehmen verfügbaren Daten nie genutzt.

Und das Datenmanagement wird immer komplexer, da immer mehr Unternehmen ihre Dateninfrastrukturen in Multicloud-Umgebungen verlagern.

Als zentraler Bestandteil einer Multicloud implementiert, ist Storage as a Service (StaaS) eine Möglichkeit für Unternehmen, höhere Kontrolle über die Speicherung, Aktivierung, Verwaltung und Monetarisierung der Datenflut zu erlangen.

Der Weg hin zur Multicloud

Der Multicloud-Ansatz erfreut sich bei Unternehmen unabhängig von Größe, Branche oder Geschäftsziel großer Beliebtheit. In der Vergangenheit gab es bei der Cloud-Migration zwei Möglichkeiten: entweder Private Cloud oder Public Cloud. Die Private Cloud bot höhere Kontrolle und Sicherheit gegenüber Public-Cloud-Plattformen mit ihren Drittanbieterdiensten und -infrastrukturen. Als nächstes sollten Hybrid-Cloud-Architekturen Load Balancing und die wirtschaftliche Skalierbarkeit von Public Clouds kombinieren, ohne sämtliche Anwendungen und Daten von Unternehmen außerhalb ihres eigenen Intranets verfügbar machen zu müssen.

Die Multicloud-Architektur führt dieses Prinzip weiter und vereint die Services und Ressourcen von zwei oder mehr Cloudanbietern. Bei Multiclouds werden die Services und Ressourcen mehrerer Cloudanbieter kombiniert, um diverse Anwendungen und Dienste flexibler und verfügbarer zu machen, zum Beispiel StaaS, Software as a Service (SaaS), Compute as a Service (CaaS), Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS).

Die Flexibilität, die Multiclouds für Dienste und Daten bieten, kann zwar die Wertschöpfung maximieren, allerdings gestaltet sich die cloudübergreifende Speicherverwaltung als äußerst komplex. Zusatzgebühren für das Übertragen, Speichern, Abrufen, Lesen und Schreiben von Daten können Kosten in die Höhe treiben. Abweichende Sicherheitskontrollen von einer Cloud zur nächsten steigern das Risiko für Datenpannen. Lokalem Massendatenspeicher sind hingegen Grenzen bei der Skalierbarkeit gesetzt und Backup-Umgebungen von Unternehmen sind aufgrund diverser Speicher-Backends oft chaotisch.

Aus Wahl wird Notwendigkeit

Angesichts der Komplexität von Datenmanagement in Multicloud-Umgebungen gilt zu bedenken, dass die Speicherung und Nutzung gewaltiger Datenmengen kein Luxus mehr ist – sondern eine Notwendigkeit.

Das zeigt sich zum Beispiel im Gesundheitswesen. Auf Bildinterpretation und Mustererkennung trainierte KI-Algorithmen erkennen Brustkrebs auf Mammogrammen mittlerweile zuverlässiger als Menschen. Das wäre nicht möglich, ohne riesige Mengen an unstrukturierten Daten zu speichern und zu analysieren, die in den letzten Jahrzehnten bei der medizinischen Bildgebung entstanden sind. Und das ist nur ein einzelner Datentyp. Die übrigen Patienten-, Versicherungs- und Planungsdaten stellen gewaltige Chancen für das Gesundheitswesen dar.

Bei autonomen Fahrzeugen zeigt sich ein ähnliches Bild. Um eigenständig zu fahren, müssen Sie große Datenmengen aus Karten und zahlreichen Sensoren verarbeiten, um die Situation kontinuierlich abzugleichen und zu bewerten. Gleichermaßen benötigen sie Daten zum Erkennen von nahegelegenen Objekten wie anderen Fahrzeugen, Fußgängern, Ampeln, Straßenmarkierungen und Verkehrszeichen. Die Gegenanalyse von Daten diverser Sensoren kann die Sicherheit und den Verkehrsfluss verbessern und andere Smart-City-Implementierungen ermöglichen.

In anderen Bereichen wie Enterprise-Videoanwendungen, Werbung, Fertigung und Einzelhandel ist die Lage ähnlich. Deshalb benötigen Unternehmen aller Branchen eine robuste Infrastruktur, die wachsende Mengen an von Kameras, Sensoren und Menschen erzeugten Daten verarbeiten kann.

Die Datenmengen nehmen jedoch schneller zu als die Speicherkapazität und Netzwerkbandbreite, insbesondere im Fall von Sensoren und Kameras an Standorten weit abseits von Rechenzentren.

Von der Not zur Tugend

StaaS hilft, die explosive Datenflut in Multicloud-Umgebungen zu stemmen.

Wenn Unternehmen Public- und Private-Cloud-Services kombinieren, übertragen sie gelegentlich Daten zwischen mehreren Cloudplattformen. In einer solch dynamischen Umgebung müssen sie ihren Speicher in regelmäßigen Abständen flexibel skalieren können. Im Idealfall bietet StaaS ein bindungs- und risikofreies Modell, bei dem Unternehmen auf Abonnementbasis nur für den genutzten Speicher zahlen. Die daraus resultierende Flexibilität ist ein entscheidender Vorteil im Zeitalter volatiler Marktbedingungen.

Die Preismodelle der diversen Cloudplattformen variieren und entsprechend komplex ist die Berechnung der Kosten von Multicloud-Implementierungen. StaaS mindert diese Komplexität, da Unternehmen Speicher als Betriebskosten verbuchen können, anstatt Kapital in die Anschaffung, Verwaltung und Skalierung einer Speicherinfrastruktur investieren zu müssen, die schnell wieder veraltet sein kann.

Darüber hinaus sinken bei der servicebasierten Strategie die Gesamtbetriebskosten über die Lebensdauer eines Speichersystems. Die Kosten von On-Demand-Speicher liegen im ersten bis zweiten Jahr deutlich unter den Vorabkosten für den Kauf des gleichen Speicherplatzes. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von Mengenrabatten, wenn sie im Nachhinein mehr Speicher benötigen, ohne dass zusätzliche Gebühren anfallen. Dies sichert den Kostenvorteil auch auf lange Sicht. Kosten bleiben so berechenbar und künftige Anforderungen müssen nicht abgeschätzt werden.

Erstklassige StaaS-Angebote erleichtern Backups meist per Automatisierung – Benutzer müssen lediglich Inhalt und Zeitpunkt auswählen. Sicherheit, Resilienz, Redundanz und Datenwiederherstellung sind integriert und Daten werden bei der Übertragung und Speicherung verschlüsselt, um unbefugten Zugriff zu verhindern.

Führende StaaS-Anbieter bieten nicht nur ein Abonnementmodell, sondern auch eine einfache, skalierbare und berechenbare Preisstruktur. Sie sorgen auch dafür, dass Unternehmen nicht an Anbieter gebunden sind und sie bei der Skalierung des Speichers ihre Daten durch einen beliebigen Public-Cloud-Service verarbeiten lassen können. Ein StaaS-Angebot sollte vorhandene Cloudinfrastrukturen ergänzen und eine schnelle und einfache Datenübertragung zwischen Cloudplattformen ermöglichen. Zudem sollten StaaS-Anbieter eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, Speicher am Netzwerkrand bereitzustellen, um Daten näher an ihrer Quelle zu erfassen und so mit minimaler Latenz zu verarbeiten und zu analysieren. Die richtige Lösung bietet eine Kombination aus dem Wert von StaaS mit den Vorteilen von zentralisierter Verwaltung, höherer Kontroller und lokaler Performance.

Baustein der Datenwirtschaft

Daten werden in Unternehmensumgebungen nicht mehr nur erzeugt, überprüft und analysiert. Neben menschlichem Intellekt sind Daten die wertvollste Ressource der meisten Unternehmen. Um sie bestmöglich zu nutzen, benötigen sie eine flexible und wirtschaftliche Infrastruktur zum Speichern, Übertragen, Analysieren und Verwerten.

Das ist mitunter der wichtigste Grund, warum ein StaaS-Modell das Herzstück jeder Multicloud-Strategie sein sollte: Es vereinfacht komplexe Cloudmanagementsysteme und ermöglicht das Speichern von Daten, die andernfalls gelöscht werden müssten. Das Resultat: Führungskräfte, die auf StaaS setzen, nutzen ihre Daten wirtschaftlich optimal aus – und sorgen für bessere Ergebnisse sowie größere Wachstumschancen.

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