Maarten Guijt

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26 März, 2026

Rechenzentrum

CloudFest 2026: Ausbau von Rechenzentren in Europa

Maarten Guijt

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Mehr Wert aus jedem Watt, Quadratmeter und jeder Festplatte herausholen

Maarten Guijt präsentiert sich auf der CloudFest-Bühne vor einer Großleinwand und violetter Beleuchtung in einem Konferenzsaal.

„Nachhaltigkeit in allen Bereichen“ war das Motto des diesjährigen CloudFest im Europa-Park in Deutschland. Das Thema war nicht einfach nur eine Erinnerung daran, grün zu denken. Es war zugleich ein Aufruf zum Handeln, um aus jedem Watt, jedem Quadratmeter und jeder Komponente des Infrastruktursystems einen höheren Nutzen zu erzielen. 

Dies ist für die Branche unerlässlich, da die dNachfrage nach digitaler Transformation und das sAngebot an verfügbaren Ressourcen zunehmend im Widerspruch zueinander stehen. 

Auf der Nachfrageseite stehen KI und Datensouveränität: 

  • In ganz Europa hat sich KI zu einer Priorität für Wachstum und Innovation entwickelt. Die Europäische Kommission hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, die Rechenzentrumskapazität in Europa in den nächsten fünf bis sieben Jahren zu verdreifachen.
  • Die Investitionen in KI wachsen in Europa bereits schneller als in China und Nordamerika. 
  • Treiber dieser Expansion sind KI-Workloads und die rasant steigenden Datenmengen, die sie erzeugen, verwenden und aus Speichern abrufen müssen. 
  • Vorgaben zur Datensouveränität, also zur Beibehaltung der lokalen Kontrolle über Daten, beschleunigen auch den Ausbau neuer Einrichtungen.

Auf der Angebotsseite bestehen reale Beschränkungen:

  • Rechenzentren verbrauchen Unmengen an Energie. Weltweit verbrauchen sie derzeit etwa ein Drittel so viel Energie wie all ganz Europa. Es wird erwartet, dass sich dieser Betrag bis 2030 mehr als verdoppeln wird. 
  • Strom – typischerweise der größte Betriebskostenfaktor in Rechenzentren – ist in Europa teuer. Und das überlastete Stromnetz stellt bereits jetzt einen Engpass für neue Projekte dar. 
  • Bedenken Sie auch, dass neue Rechenzentren oft 10 Mal größer sind als bestehende. 
  • Vorschriften und strenge Nachhaltigkeitsstandards beschränken neue Standorte tendenziell auf Gegenden mit reichlich Wasser zur Kühlung und Zugang zu erneuerbarer Energie.

Jahrzehntelang setzte die Branche standardmäßig auf größere Anlagen – mehr Racks, mehr Hallen und mehr Megawatt-Campus. Heute hängt Fortschritt eher davon ab, die Grundlagen zu überdenken, als den Aktionsradius auszuweiten. 

Ein oft übersehener Hebel ist areelle Dichte. Vereinfacht ausgedrückt bezeichnet es die Datenmenge, die auf der Oberfläche jeder einzelnen Festplatte gespeichert ist. 

Es handelt sich um ein eher technisches Konzept mit praktischen Auswirkungen. Eine höhere Speicherdichte bedeutet mehr Daten pro Laufwerk – beispielsweise 44 Terabyte (TB) statt 30 TB. Das bedeutet weniger Laufwerke pro Einsatz, was den Stromverbrauch, den Kühlbedarf, den Platzbedarf und die gesamten Infrastrukturkosten reduziert. 

Bei den Exabyte-Maßstäben vieler Cloud- und Unternehmensrechenzentren summieren sich diese Vorteile. Plattformen mit höherer Dichte können den Energiebedarf einer Installation um fast die Hälfte reduzieren und gleichzeitig den Kühlbedarf sowie die Anzahl der benötigten Racks verringern. 

In einer Welt mit überlasteten Stromnetzen und verbindlichen Nachhaltigkeitszielen ist eine höhere Dichte nicht nur ein technischer Meilenstein. Es ist ein wesentlicher Hebel für eine effiziente Expansion. 

Hier erfahren Sie mehr über die Optimierung der Rechenzentrumseffizienz.

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Maarten Guijt

Vice President, Vertrieb Europa