Ausblick auf die Data Center World 2026
06 Apr., 2026
Die Agenda konzentrierte sich auf den „schnellsten Infrastrukturausbau in der Geschichte der Menschheit“.
Hintergrund: Tausende Branchenführer werden vom 20. bis 23. April Washington, DC, besuchen, um an der Data Center World 2026 teilzunehmen.
Die Kernaussage der Hauptvorträge und Konferenzbeiträge: „Die KI-Revolution hat den schnellsten Infrastrukturausbau in der Geschichte der Menschheit ausgelöst.“
Wie schnell heißt schnell? Stellen Sie sich vor, Sie würden das Fernstraßennetz mit zusätzlichen Fahrspuren in jede Richtung und Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge alle 50 Meilen neu bauen – und das alles in Jahren statt Jahrzehnten.
Die Akteure der Branche haben für die nächsten fünf Jahre rund 3 Billionen Dollar für den Bau und die Erweiterung von Rechenzentren eingeplant.
Heute gibt es rund 11.800 Rechenzentren. Bis 2030 wird diese Zahl 15.000 erreichen.
massive Skalierung: Bemerkenswert ist nicht nur die Anzahl der neuen Rechenzentren, sondern vor allem deren enormes Ausmaß.
Gestern wurde der Energiebedarf von Rechenzentren noch in Megawatt gemessen, heute sind es Gigawatt. Die Softbank Group hat kürzlich Pläne zum Bau eines KI-Rechenzentrums in Ohio angekündigt, das 10 Gigawatt Leistung benötigt – das ist mehr als der maximale Energiebedarf mancher Länder.
Neues Denken erforderlich: Die beispiellose Geschwindigkeit und der beispiellose Umfang haben die Führungskräfte, die sich auf der Data Center World treffen, dazu veranlasst, umzudenken.
Manche Bauherren und Betreiber errichten ihre Anlagen beispielsweise aus Holz statt aus Stahl und Beton. In anderen Fällen werden Rechenzentren in wetterfesten Zelten oder in umfunktionierten Zeitungsdruckereien untergebracht. Zur Kühlung hat ein Konsortium sogar einen versiegelten Servercluster vor der Küste Shanghais versenkt.
Neue Messlatte: Die Konferenzteilnehmer sehen sich in einer Welt, in der Innovationen ständig auf das Zehnfache beschleunigen. Folglich sind Kennzahlen, die einst im „normalen“ Maßstab sinnvoll waren, nicht mehr anwendbar.
Konventionelle Serverracks mit einer Leistung von 10 Kilowatt (kW) sind mittlerweile 100-150 kW gewichen, da leistungsstarke KI-Chips immer mehr Energie verbrauchen. Es wird erwartet, dass die Leistungsdichte in wenigen Jahren 600 kW pro Rack erreichen und bis Ende des Jahrzehnts 1 Megawatt betragen wird.
Auch die Netzwerkgeschwindigkeiten steigen rasant und erreichen neue Dimensionen. Der Durchsatz, der traditionell in Gigabit pro Sekunde gemessen wurde, wird heute für KI-Workloads in Terabit pro Sekunde gemessen.
Da Milliarden Dollar investiert wurden, erwägen Rechenzentrumsbesitzer und -betreiber neue Messgrößen wie Token/Watt, um Leistung und ROI zu messen.
Neue Perspektive im Speicherbereich: Künstliche Intelligenz lernt aus Daten, generiert Daten und optimiert sich mithilfe von Daten. Deshalb speichern Unternehmen immer mehr Daten über einen längeren Zeitraum, was zu einem exponentiellen Anstieg des Speicherbedarfs führt.
Manche Rechenzentren speichern ein Exabyte (1 Million Terabyte) oder mehr an Daten. Bei dieser Größenordnung werden die Kosten pro Exabyte zu einer nützlichen Kennzahl. Um diese Kosten zu kontrollieren, ist der Einsatz modernster Festplatten mit der höchsten Kapazität erforderlich.
Dieser Ansatz minimiert die Anzahl der Festplatten, die zum Speichern jedes Exabytes benötigt werden, und spart so Platz und Energie in großem Umfang.
In Tausenden von Speicherracks in gigantischen Rechenzentren führen diese Effizienzgewinne zu nachhaltigen wirtschaftlichen Vorteilen.
Fazit: Die Data Center World 2026 wird Einblicke geben, wie Sie mit diesem beispiellosen Ausbau Schritt halten und aus jedem Watt, jedem Quadratmeter und jeder Komponente im Infrastruktur-Stack mehr Wert schöpfen können.
Erfahren Sie, wie effiziente Speicherung den Wert von Daten in großem Umfang erschließt.