Was ist eine Datensicherung?

 

Was ist eine Datensicherung?

Hauptziel einer Datensicherung ist die Vermeidung von Datenverlusten. Hierzu werden wichtige Daten an einem zweiten physischen Ort aufbewahrt, etwa auf einer externen Festplatte, auf DVDs/Blu-rays, in einem lokalen NAS, als Cloud-Backup usw. Löschen Sie die Originaldaten von Ihrem Computer, nachdem Sie diese zweite Kopie der Daten erstellt haben, dann existiert keine Sicherung dieser Daten mehr, nur noch eine einzige Kopie.

Falls also der Platz auf Ihrer internen Festplatte knapp wird und Sie Daten auf einen externen Speicher übertragen müssen, stellen Sie bitte immer sicher, dass eine zweite Kopie auf einem anderen Medium Ihrer Wahl erstellt wird (eine andere externe Festplatte, DVDs/Blu-rays, Cloud-Backup usw.). Die Art der Datensicherung ist weniger wichtig als die bloße Tatsache, dass diese zweite Kopie existiert. So verhindern Sie am besten einen Datenverlust aufgrund des Ausfalls einer Festplatte.

Wichtiger Hinweis – RAID gilt NICHT als eigenständige Datensicherung, kann aber als eine zusätzliche Kopie Ihrer Daten dienen.

 

Grundlagen der Datensicherung

Es ist wichtig, dass Sie immer eine gute Lösung für die Datensicherung haben. Unabhängig davon, ob die Dateien erst vor kurzem gespeichert wurden, oder wie neu oder zuverlässig der Computer ist, können Dateien beschädigt werden und Hardware kann ausfallen. Während sie früher noch kostspielig und komplex waren, sind Datensicherungen heutzutage preiswert, benutzerfreundlich und – je nach Lösung – vollständig automatisch. Um Ihre Daten zu sichern und Zeit und Geld zu sparen, müssen Sie unbedingt eine Sicherungsstrategie zum Schutz Ihrer Daten entwickeln und die Hard- und Software so auswählen, dass sie zu Ihrer Strategie passt.

Die am häufigsten empfohlene Strategie ist die 3-2-1-Datensicherung. D. h.:

  • 3 Kopien der Daten einschließlich des Originals
  • 2 unterschiedliche Medientypen
  • 1 Kopie, die extern oder an einem anderen Ort aufbewahrt wird.

 

Was ist der Unterschied zwischen Image, Dateisicherung, Archivierung und Synchronisierung?

Erstellung eines Image/System-Image

Mit diesem Verfahren wird ein Computer gesichert (Dateien, Anwendungen und Systemdateien), sodass sämtliche auf dem Computer vorhandenen Daten – einschließlich Betriebssystem und Programmdateien – in einer einzigen Datei (einem „Image“ bzw. „Abbild“) gespeichert werden können, die sich später verwenden lässt, um den Computer genau so wiederherzustellen, wie er zum Zeitpunkt der Erstellung des Image war.

Dieses Verfahren eignet sich gut zur Wiederherstellung nach einem schwereren Hardware-Ausfall oder zur erneuten Installation des Betriebssystems, ohne dass Sie viel Zeit damit verbringen müssen, Programme wieder zu installieren, E-Mails und Dateien wiederherzustellen usw.

Dateisicherung

Bei dieser Methode werden nur regelmäßig genutzte Daten gesichert, indem man eine zweite Kopie an einem anderen Ort erstellt, aber weder Anwendungen noch andere Systemdateien sichert. Die zu sichernden Dateien werden an der Originalquelle nicht gelöscht.

Normalerweise ist das Sichern von Daten effizienter als das manuelle Kopieren und nimmt häufig auch weniger Platz auf dem Speichermedium ein, da Sie statt Vollsicherungen auch inkrementelle Sicherungen durchführen können. Folglich ist es dadurch einfacher und preisgünstiger, häufig Sicherungen von mehreren Datenversionen vorzunehmen. Manche Sicherungssoftware kann Daten automatisch in eine einzige Datei kopieren, die später von den ursprünglichen Sicherungsanwendungen ausgelesen und wiederhergestellt oder mit dem Windows-Explorer/File-Explorer, (Mein) Computer/Dieser PC und dem Finder durchsucht werden kann, um einzelne Dateien wiederherzustellen. Manche Programme bieten sogar die Möglichkeit, diese Datensicherungen zu komprimieren, um Speicherplatz zu sparen, und können unberechtigten Zugriff verhindert, indem sie sie mit Passwörtern und Verschlüsselung schützen.

Archivierung

Bei diesem Verfahren speichern Sie die Dateien auf einem einzigen Speichermedium ohne zweite Kopien, weil Sie so viel Platz wie möglich freigeben möchten. Da Sie bei dieser Methode nur eine einzige Kopie Ihrer Daten erhalten, handelt es sich nicht um eine Datensicherung im eigentlichen Sinne. Sofern Sie die archivierten Daten nicht auch an einen weiteren Ort als zweitem Archiv kopieren, ist diese Methode nicht empfehlenswert.

Der Hauptunterschied zwischen einer Archivierung und einer Datensicherung ist der, dass die Dateien bei einer Datensicherung sowohl auf der Original-Festplatte als auch auf der Sekundärfestplatte aufbewahrt werden.

Archivierte Dateien werden hingegen von der Quelle, z. B. Ihrer Systemfestplatte oder Ihrem Datenlaufwerk, gelöscht. Bei der Archivierung von Daten wird für gewöhnlich eine DVD, eine Blu-ray oder ein Magnetband als Speichermedium verwendet, da dies preisgünstige Methoden zur Speicherung großer Mengen von Daten sind, auf die für längere Zeit nicht zugegriffen werden muss.

Synchronisieren

Die Synchronisierung funktioniert ähnlich wie eine Dateisicherung, da bei ihr üblicherweise nur Daten und keine Anwendungen oder Systemdateien gesichert werden. Hauptziel einer Synchronisierung ist es, eine Quelle – üblicherweise Ihren Computer – und ein Ziel – für gewöhnlich Ihre externe Festplatte – jederzeit synchronisiert zu halten. Es gibt aber einige funktionale Unterschiede zwischen der herkömmlichen Datensicherung und der Synchronisierung, die man beim Synchronisieren im Hinterkopf behalten muss.

Bei der Synchronisierung lassen sich grundsätzlich zwei Arten unterscheiden: die bidirektionale und die unidirektionale Synchronisierung.

Bei einer bidirektionalen Synchronisierung werden Änderungen an einem Ort auch an den synchronisierten Dateien am anderen Ort vorgenommen. Das betrifft auch das Löschen von Dateien. Wenn man eine Datei an der Quelle ändert oder löscht, findet die Änderung bzw. Löschung auch am Zielort statt. Und andersherum: Wenn man eine Datei am Zielort ändert oder löscht, findet die Änderung bzw. Löschung auch an der Quelle statt. So sind Quell- und Zielort jederzeit miteinander synchronisiert, solange die Synchronisierung aktiv ist.

Bei einer unidirektionalen Synchronisierung werden nur Änderungen des Quellorts am Zielort durchgeführt. Anders als bei der bidirektionalen Synchronisierung werden Änderungen des Zielorts nicht an der Quelle durchgeführt und voraussichtlich bei der nächsten Synchronisierung rückgängig gemacht.

Einige, wenn auch nicht alle Synchronisierungsprogramme bieten Ihnen die Möglichkeit, Archive und/oder Versionen zuvor geänderter oder gelöschter Dateien aufzubewahren. Es ist wichtig zu wissen, wie die Software grundsätzlich arbeitet, da die Funktionsweise auch davon abhängen kann, ob Sie eine bi- oder eine unidirektionale Synchronisierung durchführen.

 

Wie oft sollte ich Daten sichern?

Das hängt davon ab, wie oft sich Ihre Dateien ändern, und wie wichtig die Daten sind. Je nach Workflow sollten Sie Ihre Daten mehrmals am Tag sichern. Ändern sich Ihre Dateien dagegen nicht sehr häufig, ist eine Sicherung einmal in der Woche oder im Monat eventuell die bessere Lösung für Sie.

 

Welche Sicherung ist für mich am besten?

Nur Sie können entscheiden, was am besten für Sie ist, da sich die optimale Sicherungsmethode je nach Nutzer unterscheiden kann. Am wichtigsten ist, dass Sie Ihre Daten regelmäßig sichern – unabhängig von der gewählten Methode.

 

Welche kostenlosen Lösungen bieten Seagate und LaCie an?

Seagate und LaCie bieten zu einigen ihrer Festplatten kostenlose Software an. Merkmale und Funktionsweise der Software hängen von folgenden Aspekten ab:

  • Dem Alter der Festplatte: Die Software, die zu älteren Festplatten angeboten wurde, ist eine andere als bei neuen Festplatten.
  • Der konkreten Festplatte, die Sie gekauft haben: Merkmale und Funktionsweise hängen von der Festplatte ab. Nicht alle Funktionen stehen für jede Festplatte zur Verfügung.
  • Dem Betriebssystem: Seagate und LaCie unterstützen derzeit nur macOS und Windows. Die Merkmale und die Funktionsweise unterschieden sich je nach dem von Ihnen genutzten Betriebssystem.
  • Festplatten der Marken Seagate und LaCie bieten verschiedene Programme mit jeweils unterschiedlicher Funktionsweise.

 

Optionen für Dateisicherungen (Nur Daten)

Viele neuere Festplatten beinhalten einen Toolkit-Download zur Installation. bei älteren Festplatten wurde zumeist andere Software mitgeliefert. Suchen Sie auf der jeweiligen Support-Seite nach Ihrer Festplatte, um zu erfahren, welche Software für Ihr Produkt unterstützt wird:

Wer sich für andere Optionen als die von Seagate bzw. LaCie interessiert: Sowohl Windows als auch macOS besitzen betriebssystemeigene Optionen für die Dateisicherung.

 

Image/System-Image

Alle externen Festplatten von Seagate bieten den DiscWizard, mit dem Sie die Möglichkeit haben, ein komplettes Image Ihres Computers zu erstellen. Bei LaCie benötigen Sie Apple Time Machine oder die Windows Image-Funktion, um ein Systemabbild zu erstellen.