X

Seagate Point of View Cloud Computing – Reaktion auf die Forderung nach Best Practices im Speicherbereich

In enger Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden konzentriert sich Seagate darauf, die besten Praktiken und Rezepte zu ermitteln, um die richtige Mischung aus Kapazität und Leistung für die Bereitstellung von Cloud-Services an Kunden zu erzielen.

„Wir befinden uns an der Schwelle einer wirtschaftlichen Transformation, die ganz von alleine in großem Maßstab stattfindet, und wir können sie nicht einmal sehen. Diese Transformation wird digitale Wirtschaft genannt und wird 2025 etwa dieselbe Größe wie die physikalische Wirtschaft von 1995 haben. In zwei oder drei Jahrzehnten wird sie sogar die Größe der physikalischen Wirtschaft übersteigen.“1

Diese wirtschaftliche Wandlung könnte im Wesentlichen der Mobilität, der Verkonsumierung von IT und damit dem meteoritenhaften Wachstum der Cloud zugeschrieben werden. Laut Gartner und IDC werden bis 2015 zwei Drittel der Computergeräte Smartphones und Media Tablets sein, die bereits die Nachfrage nach Speicher in der Cloud ankurbeln (Abbildung 1). Um dies perspektivisch zu sehen: 2010 wurden 62 % des Datenspeichers an den Client-Markt geliefert. Seagate projektiert, dass sich Datenspeicher 2020 dramatisch in Richtung Cloud verlagern und 61 % aller Daten ausmachen wird, von denen sich zwei Drittel in privaten Clouds befinden werden. Ein solcher Wandel in relativ kurzer Zeit übt erhöhten Druck auf Speichersysteme aus. Die Zeiten, in denen es bei der Speicherverwaltung eines Unternehmens nur auf Leistung und Zuverlässigkeit ankam, sind vorbei. Heutzutage und für die absehbare Zukunft muss bei Speicher nicht nur Leistung und Zuverlässigkeit berücksichtigt werden, sondern auch unkontrollierbares Datenwachstum, schwankende Auslastung und die stetig wachsende Konsumentennachfrage nach Inhalten.

Abbildung 1. Wachstum bei Mobilgeräten 

Unkontrollierbares Datenwachstum

Die Einführung von Cloud-Computing kennzeichnete den Beginn dieses globalen Wandels bei der benutzerunabhängigen Erstellung, Freigabe, Speicherung und Aktivierung von Daten. Daten werden beinahe automatisch, unkontrollierbar erstellt. Von globalen Finanzinstituten über Kleinunternehmen bis hin zu alltäglichen Konsumenten werden Daten über die Cloud mit jedem Einzelnen von uns in Berührung kommen, und zwar täglich, stündlich und sogar in Echtzeit. Um ein derartiges Datenwachstum und die entsprechende Kapazitätsnachfrage zu bewältigen, entstehen überall Cloud-Plattformen. Von den herkömmlichen privaten Unternehmens-Clouds und neuen öffentlichen Clouds über Telco und CDNs (Content Delivery Networks) bis hin zu den persönlichen Clouds in Privathaushalten und den mobilen Clouds, die wir überallhin mitnehmen können – der Bedarf an Speicherkapazität steigt ständig weiter.

Für 2011 wird geschätzt, dass die Enterprise-HDD-Kapazitätsnachfrage allein für öffentliche und private Cloud-Services 13,7 Exabytes der insgesamt ausgelieferten 58,6 Exabyte an Enterprise-Compute-Kapazität beträgt. Das sind heute bereits 23 % und in den nächsten zehn Jahren wird eine Verdreifachung dieses Prozentsatzes erwartet2 (Abbildung 2).

Abbildung 2. HDD-Kapazitätsbedarf für private und öffentliche Clouds

Die Cloud ist nicht nur für Unternehmen wichtig. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zunahme von persönlichen Clouds. Gartner erklärte in einem kürzlich veranstalteten Webinar: „Dies ist nicht die Post-PC-Ära. Der PC wird weiterhin bestehen bleiben, aber die persönliche Cloud wird den PC als den Ort ersetzen, an dem Benutzer auf ihre Inhalte zugreifen. Benutzer synchronisieren über mehrere verbundene Geräte und wir sehen bereits, dass diese Benutzer mit Cloud-Services interagieren.“3 Das Wachstum von netzwerkfähigem Heimspeicher und die Einführung von drahtlosem Speicher ermöglichen Verbrauchern, im Wesentlichen ihre eigenen persönlichen Clouds zu erstellen. Mobile Anwendungen für Apple iOS- und Android-Geräte bieten Verbrauchern die Fähigkeit, von praktisch überall aus auf den Speicher ihrer Inhaltsbibliotheken zuzugreifen. Es gibt keine Anzeichen von einer Verlangsamung dieses Trends und die Verbrauchernachfrage nach Speicherkapazität steigt stätig weiter.

Während immer mehr Menschen über die Cloud auf ihre Inhalte zugreifen und mehr Unternehmen über die Cloud Anwendungen ausführen und speichern, steigt nicht nur die Nachfrage nach Kapazität, sondern auch die Leistungserwartung.

Schwankende Auslastung

Da die Cloud 23 % des heutigen gesamten Enterprise-Kapazitätsbedarfs ausmacht und bis 2020 über 60 % liegen wird, ist es unerlässlich, dass Hersteller von Technologiekomponenten und somit auch Systemhersteller Lösungen im Hinblick auf die Cloud entwickeln. Seagate ist da keine Ausnahme. Bei seiner großen Produktpalette bietet sich Seagate die Gelegenheit, bestehende Verbraucher-, Geschäfts- und Enterprise-Produkte und -Lösungen zu optimieren und gleichzeitig in neue und aufregende Technologien für die Cloud zu investieren. Seagate kann seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Speichersektor nutzen und beabsichtigt, die Cloud in den Mittelpunkt seines entstehenden Produktportfolios zu stellen.

Neben der Nutzung der Cloud zur Speicherung ist die Zunahme von Cloud-Computing als Service – ob als Infrastruktur (IaaS), Plattform (PaaS) oder Software (SaaS) — ebenfalls für die Nachfrage nach zusätzlichen Speicherfunktionen (über die eigentliche Kapazität hinaus) verantwortlich. Ebenso wichtig ist es, dass der Speicher hinsichtlich der Bereitstellung von Anwendungen über die Cloud gut funktioniert. Beispielsweise ermöglichen Lösungen wie Desktopvirtualisierung ein echtes Computing auf Desktop-Ebene über die Cloud. Anstatt Anwendungen auf Geräteebene auszuführen, gestattet die Desktopvirtualisierung, die Anwendungen auf jedem Internet-fähigen Gerät überall und jederzeit auszuführen. Dies allein wird bereits den Bedarf an mehr Ein-/Ausgabe pro Sekunde (IOPS) und damit an Hochleistungsspeicher steigern.

Auch gibt es viele andere Nutzungsmodelle, die die Nachfrage nach mehr Speicher-IOPS ankurbeln. Angefangen mit Forschungs- und Analyseanwendungen (mit großen Datenmengen) über Datenbankanwendungen (wie CRM) bis hin zu Verwaltungsanwendungen (wie ERP) wird der Einsatz von Cloud-basierten Service-Modellen letztlich die Nachfrage nicht nur nach Kapazität, sondern auch nach Leistung ankurbeln und damit auch für höhere Auslastung sorgen.

Seagate-Investitionen in die Cloud

Seagate nimmt die steigenden Kundenanforderungen in Angriff, und zwar über enge Beziehungen mit einer neuen Generation von Kunden. Durch Vertrautsein mit den verschiedenen Cloud-Lösungstypen (öffentlich, privat, hybrid, persönlich, mobil) sowie mit Cloud-Anbietertypen (Content-Depot, IaaS, PaaS, SaaS) und dem sich herausbildenden Ökosystem von Cloud-Partnerinvestitionen erkennt Seagate die Gelegenheit, seine Erfolgsmethode der Speicherimplementierung für die Cloud zu fördern.

Außerdem fasste IDC kürzlich die fünf Informationsanforderungen zusammen, die die Nachfrage nach Cloud-Speicher antreiben:2

  1. Ermöglichung von effizienter Informationsbereitstellung
  2. Reduktion der Bereitstellungskosten für Informationsinfrastruktur
  3. Minimieren der Kosten, die mit unvorhergesehenen Datenlasten verbunden sind
  4. Senken der Kosten für langfristige Informationsarchive
  5. Vereinfachung der Echtzeitanalyse von Informationen (bei großen Datenmengen)

Zusammengenommen beeinflussen diese fünf Anforderungen, welcher Speicher wann und zu welchem Nutzen des Cloud-Service-Anbieters verwendet wird. Diese Voraussetzungen schließen sich nicht gegenseitig aus. Bei der Auswahl des passenden Speichers für eine Cloud-Anwendung oder eine Reihe von Anwendungen, muss deren potenzielle Auswirkung auf die verschiedenen Geschäftsanforderungen berücksichtigt werden.

Die Auswahl des Speichers (Solid-State-Festplatten (SSDs), Solid-State-Hybridfestplatten (SSHDs), verschiedene Festplatten (HDDs), drahtlose Festplatten, Direct-Attached-Storage (DAS), Network-Attached-Storage (NAS) oder Kombination verschiedener Speichertypen) beeinflusst nicht nur die Leistung der Anwendung, sondern auch die Fähigkeit der Kunden, evtl. eine größere Anzahl von Anforderungen zu erfüllen. Bei der Cloud gibt es keine Größe, die für alles passt. In enger Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden konzentriert sich Seagate darauf, die besten Praktiken und Rezepte zu ermitteln, um die richtige Mischung aus Kapazität und Leistung für die Bereitstellung von Cloud-Services an Kunden zu erzielen

Genauso wichtig ist die Fähigkeit, Lösungen anzubieten, die Komplexität ausräumen und gleichzeitig eine erheblich bessere, aber dennoch sehr vertraute Anwendungsmöglichkeit bieten. Facebook ist ein Beispiel mit der Open-Compute-Plattform, durch die eine Erfolgsmethode bei Cloud-Infrastruktur und -Design genutzt wird. Erfolgsmethoden, die letztendlich Komplexität und Kosten reduzieren. Bei Cloud-Service-Anbietern wird der Profit hauptsächlich durch die Infrastruktur generiert, die daher unbedingt steigende Kosten oder Service-Unterbrechungen verhindern muss. In Anlehnung an die Facebook-Strategie möchte Seagate Cloud-Service-Anbieter dabei unterstützen, ihre Geschäftsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig eine erheblich verbesserte und dennoch vertraute Anwendungsumgebung für Unternehmen und Verbraucher zu schaffen.

Nach Seagates Meinung ist die Cloud nicht produktzentriert. Im Gegenteil, Seagate meint, dass der Kunde und der Anwendungsfall durch die Cloud in den Mittelpunkt gestellt werden. Sie können In der Zukunft sicherlich noch mehr in dieser Richtung von Seagate erwarten.

Fußnoten:

  1. McKinsey Quarterly, The Second Economy (Die zweite Wirtschaft), W. Brian Arthur, Oktober 2011
  2. IDC Worldwide Enterprise Storage for Public and Private Cloud 2011-2015 Forecast: Enabling Public Cloud Service Providers and Private Clouds (Ermöglichen von öffentlichen Cloud-Service-Anbietern und privaten Clouds), September 2011, und Seagate LLC Projections
  3. Gartner-Webinar, iPad and Beyond: What the Future of Computing Holds (iPad und danach: Was die Computing-Zukunft bringt), 27. Oktober 2011

Markierung:

Ähnliche Produkte
Pulsar – Hauptmodell
Pulsar SAS SSD von Seagate

Leseintensive Anwendungen für Rechenzentren und Cloud Computing

Enterprise Capacity 3.5 HDD
Enterprise Capacity 3.5 HDD

Weltweit schnellste Nearline-Festplatte mit 6 TB und Selbstverschlüsselung zum Speichern großer Datenmengen

enterprise-perf-15k-300gb-dynamic
Enterprise Performance 15K HDD

2,5-Zoll-Festplatten für Blade-, Rack- und Tower-Server mit Cache-Modellen mit SED,  SED-FIPS und TurboBoost™.

ÄHNLICHE STANDPUNKT-FEATURES
Der nächste Schritt für das Computing: die Speicherstruktur

Mit der Entwicklung des Cloud Computing geht das Versprechen einher, dass Ihre Daten jederzeit verfügbar sind.

Weitere Informationen
Mobilität, Wireless und lokale Speicher

Bis 2015 kann der weltweite mobile Datenverkehr 6,3 Exabyte pro Monat übersteigen

Weitere Informationen
ÄHNLICHE RESSOURCEN
Seagate ist der weltweit führende Hersteller von in Cloud-Computern und -Speichern eingesetzten Festplatten.
Die Nachfrage nach Speichergeräten in einer vernetzten Datenwelt

Cloud-Daten-Ökosysteme erfordern digitale Speicherkapazität

Weitere Informationen